Während sich die kroatischen Küstenstädte in der Hauptsaison mit Touristen aus der ganzen Welt füllen, behalten die Orte während der Nebensaison ihren ruhigen, authentischen Charakter. In dieser Zeit kann man einfach entspannen und die Sehenswürdigkeiten, die Kultur und alles, was Istrien zu bieten hat, genießen.

Rovinj
Die malerische Altstadt von Rovinj erhebt sich auf einer Halbinsel und zeugt von vergangenen Jahrhunderten und alten Baumeistern. Der nur begrenzte Raum bedingte die dichte Bebauung mit hohen und schmalen Häusern, engen Gassen und kleinen Plätzen. Eine Besonderheit Rovinjs sind die zahlreichen charakterischen Schornsteine. 1963 wurde Rovinj zum Kulturdenkmal erklärt.
Die Kirche der hl. Euphemia aus dem Jahr 1725 ist ein barockes Bauwerk in venezianischem Stil und das größte Denkmal der Stadt. Sie beherbergt wertvolle Statuen und Altäre. Der Glockenturm gleicht dem Glockenturm zum hl. Markus in Venedig und ist ein Werk des Baumeisters Alexander Manopol aus Griechenland.
Fazana
Der malerische Fischerort an der Südwestküste Istriens ist der Abfahrtshafen für die Brijuni-Inseln – ein Nationalpark mit den Attributen eines Paradieses auf Erden. Früher war Fazana ein typisches kroatisches Fischerdorf mit einem ganz besonderen Flair. Nun ist die Standpromenade während der Hauptsaison am Hafen sehr belebt. In der Nebensaison findet man aber noch den besten Platz für einen Sundowner vor perfekter Kulisse.
Der Kanal zwischen Fazana und dem Nationalpark Brijuni ist auf den Fang und der Verarbeitung von Sardellen spezialisiert. Daher findet man in der „Sardellenstraße“ mehrere gute Restaurants, die sich auf die Zubereitung von Sardellengerichte spezialisiert haben.
Aber auch bau- und kunstgeschichtlich gibt es in der Pfarrkirche Sv. Komma, die aus dem 16. Jahrhundert stammt, einiges zu entdecken. Im inneren gibt es ein Gemälde des berühmten Malers Ventura zu bewundern. Die Besonderheit dieser Kirche ist, dass Sie nur einen Meter über den Meeresspiegel liegt und sich somit am niedrigsten Punkt Istriens befindet.
Pula
Die Stadt Pula kann auf eine langjährige Geschichte zurückblicken und war einst eine der wichtigsten Hafenstädte in Kroatien. So sind in Pula zahlreiche interessante Bauwerke zu besichtigen, die aus der Zeit der Römer, Venezianer oder Byzantiner stammen. Den größten Bekanntheitsgrad hat Pula durch das alte Amphitheater, auch bekannt als Arena von Pula. Die zweitgrößte Arena des römischen Reiches wurde von 2 v. Chr. bis 14 n. Chr. erbaut und ist die sechstgrößte ihrer Art weltweit.
Auch das „Goldene Tor“, wie der Triumphbogen auch genannt wird, zählt zu den herausragenden Baudenkmälern Pulas. Es wurde 29.-27. v. Chr. von der Beamtenfamilie Sergei zu Ehren ihrer Verwandten gebaut. Der Triumphbogen lehnte sich an das Stadttor Porta Aurea, aber dieses wurde im 19. Jahrhundert wegen der Urbanisierung und der Erweiterung der Stadt zerstört.
Der Augustustempel steht auf dem Forumsplatz und ist nicht weit von der belebten Einkaufsmeile Flanaticka entfernt. Erbaut wurde er in der Zeit zwischen 2. bis 14. Jahre v. Chr. und ist der Göttin Roma und dem Kaiser Augustus gewidmet.
Der Hauptplatz oder auch Forum genannt war zur antiken und mittelalterlichen Zeit Pulas der Dreh- und Angelpunkt. Rund um das Forum waren die Sitze der Religions-, Verwaltungs-, Gerichts- und Wirtschaftsorgane. Der Tempel und die verschiedenen antiken Häusern um den Platz versprühen ein einmaliges Flair und man fühlt sich in die Römerzeit zurückversetzt.
Hoch über der Stadt und mit einem wunderbaren Blick auf den Hafen und die umliegenden Buchten tront das Kastell. Es ist eine viereckige und mit eckigen Bastionen hervorgehobene Festung und steht auf einem der 7 Hügel in Pula. Sie wurde von der damaligen venezianischen Regierung im Jahre 1630 zum Schutz der Stadt und des Hafens erbaut. Ab Anbruch der Dunkelheit kann man von hier aus zur abendlichen Stunde Zeuge einer Lichtershow werden. Das vom bekannten kroatischen Lichtdesigner Dean Skira entwickelte Projekt lässt die Kräne der Werft „Uljanik“ in vielen unterschiedlichen Farben schimmern.
Vsar
Die malerische Kleinstadt Vrsar mit seiner romantischen Altstadt liegt direkt am Limski Kanal. Mit seinen verwinkelten Gassen und der über tausend Jahre alten Architektur bezaubert der Ort alljährlich eine Vielzahl kultur- und sonnenhungriger Besucher, die zu Festivalzeiten in das ehemaligen Fischerdorf strömen.
Schon die Römer fühlten sich in Vrsar wohl. Die Überreste von alten Villen und Mosaiken legen ein beeindruckendes Zeugnis dieser Zeiten ab. Im Mittelalter wurde Vrsar von einer Stadtmauer umgeben, von der heute noch einige Teile sowie zwei Stadttore, das Kastell und die Reste einer frühchristlichen Basilika erhalten sind.
Novigrad
Der komplette Altstadtkern von Novigrad liegt auf einer Landzunge, die erst im 18. Jahrhundert mit dem Festland verbunden wurde und heute von einer Stadtmauer umgeben wird. Neben der wunderschönen Altstadtmauer bietet auch die Innenstadt Sehenswertes, wie zum Beispiel die Straße Velika ulica, der Platz Veliki Trg und die vielen andere mittelalterliche Bauten.
Porec
Der Besuch der Stadt Porec ist unverzichtbar. Die Euphrasius Basilika ist eines der wertvollsten Kulturdenkmäler in Porec und wurde auf dem Fundament der früheren Dreischiff Basilika erbaut. Der Gebäudekomplex wurde 1997 in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Die grösste Teil der Altstadt war bis zum 18. Jahrhundert von Festungsmauern umgeben und ist bis heute teilweise noch gut erhalten. Bekannt ist Porec auch durch seine drei Türme aus dem 15. Jahrhundert: der fünfeckige Turm, am Anfang der Altstadt (Hauptstraße Decumanus), die Überreste des nördlichen Turms bei der Bucht Peskera und der runde Turm am Volksplatz (Trg. Narodni).

































